Post aus meiner Küche - Kindheiterinnerung #2: Schoko-Riesen

Gestern habt ihr bereits die kleinen Papageienkuchen gesehen, die ich auf die Reise zu Melanie von mellimille geschickt habe. Nun bekommt ihr die zweite Leckerei auf's Auge - die

Schoko-Riesen. 




An der Ecke zur Straße, in dem unser Wohnhaus stand, gab es früher eine Drogerie. Ich hatte als Kind Meerschweinchen und habe für sie in der Drogerie oft Fressen und Heu gekauft. Niemals konnte ich an den Storck Riesen im Süßwaren-Regal vorbei gehen, ohne mich nach ihnen zu verzehren. Weil sie vergleichsweise viel zu teuer waren, kam ich leider nur selten in ihren klebrigen Genuss. Heute mache ich sie selber. Die kleinen Karamellbonbons sind wahre Plombenzieher, klebrig und wahnsinnig schokoladig - genau wie ihre namenhaften Verwandten.
Sie nachzumachen bedarf einiger Geduld und viel Kraft in den Armen (wegen des ständigen Rührens beim Kochen). Ein bißchen Glück gehört auch dazu, dass sie am Ende die richtige Konsistenz haben, jedoch ist es bei mir bisher jedes Mal gut gegangen.


REZEPT

ZUTATEN
(genügen für etwa 40 Bonbons)
  • 150 ml Kondensmilch (10% Fett)
  • 250 g Zucker
  • 100 g Zuckerrübensirup
  • 50 g Backkakaopulver
  • 50 g Butter
  • 200 g Zartbitterkuvertüre
ZUBEREITUNG
Ein Bogen Backpapier zurechtlegen. In einem Topf mit schwerem Boden die Kondensmilch, den Zucker und den Sirup sanft erhitzen und rühren, bis der Zucker gelöst ist. Das Kakaopulver und die in kleine Stücke gezupfte Butter hinzufügen und nun unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Masse brennt schnell an und ist dann geschmackstechnisch unbrauchbar, also den Kochlöffeln wirklich gut bewegen. Das Ganze sollte etwa 5-8 Minuten kochen und zum Schluss zähflüssig sein. Wenn am Topfrand die Masse schon festklebt, haben wir genau die richtige Konsistenz. Hier ist einfach gesunde Back-Intuition gefragt.


Die Karamellmasse nun auf das Backpapier gießen und abkühlen lassen. Vorsicht: das klebrige Zeug hat eine Temperatur von über 100°C, hier kann man sich schwer verbrennen. 30 Minuten sollten zum Abkühlen genügen, dann sollte man das Karamell formen können. Nun könnt ihr nach eigenem Belieben die Masse zu einer quadratischen Form bearbeiten. Am besten geht das, wenn man den Karamell-Klumpen Seite für Seite auf die Arbeitsfläche klopft. Probiert es einfach aus, man bekommt relativ schnell ein Gefühl für die Masse. Schneidet von der Form dann Streifen ab und diese dann jeweils in Quadrate. Die vorgeformten Bonbons könnt ihr ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen.


In der Zwischenzeit kann die Zartbitterkuvertüre über einem heißen Wasserbad schmelzen. Darin tunkt ihr dann die einzelnen Bonbons, lasst sie gut abtropfen und platziert sie auf einem Bogen Backpapier. Anschließend im Kühlschrank abkühlen lassen und bis zum weiteren Verzehr dort belassen.
Wer die Schoko-Riesen nicht ganz so fest haben möchte, kann sie auch bei Zimmertemperatur in einer Plastedose oder Zellophan-Tüte lagern. Fertig!


Auch hier möchte ich euch wieder die Bezugsquellen der Verpackung mit auf den Weg geben:

MATERIAL

Solltet ihr das Rezept ausprobieren, freue ich mich sehr über eure Rückmeldungen, natürlich auch, wenn ihr es nicht nachmacht. :-) Genießt die Sonne!

Es grüßt lieb: Mella