Post aus meiner Küche °4 - In der Weihnachtsschickerei...

Ich liebe es, zu backen! Ich liebe es, zu bloggen! Ich liebe es, zu schenken! Ich liebe es, überrascht zu werden! Ich liebe es, mich inspirieren zu lassen! Kurzum:


Denn hier finde ich all diese wundervollen Sachen vereint. Vielen Dankf für die Erfindung dieser tollen Bewegung, bei der im Mittelpunkt steht, anderen Menschen eine Freude zu bereiten und zwischenmenschliche Kontakte zu knüpfen. Ich bekomme die Adresse eines wildfremden Menschen, mit dem ich mein Leben lang noch nie zu tun hatte, um ihn mit feinen Leckereien aus meiner Küche zu beglücken. Ich hättte nie gedacht, dass es so erfüllend ist, anderen Menschen (Bemerkung: die man nicht kennt!) ein Stückchen der eigenen Kreativität und Lebenszeit zu schenken. Bisher wurde ich in noch jeder Runde PAML überrascht ("Ich will Schokolade", "Very Berry") und erlebte den Austausch als freudig und äußerst dankbar.



Nachdem ich aus zeitlichen Gründen nicht an PAMK °3 teilnehmen konnte, freue ich mich nun umso mehr, bei Tauschaktion Nr. 4 wieder dabei sein zu können. Diese Mal wurde ich mit der lieben Birgit aus Bayern zusammengewürfelt - eine sehr liebe Frau, die ich via E-Mail als wahnsinnig sympathisch kennengelernt habe. Die gebürtige Österreicherin machte es mir recht leicht - keine Allergien, keine Abneigungen. Nur Früchtebrot - so bat sie mich - müsse nicht unbedingt sein. Also tobte ich mich so richtig aus und schickte ihr insg. 6 Leckereien, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte. Lieber etwas mehr, als sich am Ende zu ärgern, etwas weg gelassen zu haben. Folgende Naschereien waren also im Paket für Birgit enthalten.


  • Adventslikör - Das ist ein Likör, den ich in einer Landleben-Zeitschrift gefunden habe. Er ist ein wahres Sammelsurium winterlicher Gewürze (Kardamom, Koriander, Ingwer, Zimt, Piment), gepaart mit leckerer Zartbitterschokolade und reichhaltiger Sahne. Wodka und brauner Rum bezuschussen das Gemisch. Der Likör schmeckt super pur oder auch garniert auf Eis und Kuchen. Zum Rezept...
  • Heiße Weihnachtsschokolade DELUXE - Hier kann man sich mal so richtig verwöhnen lassen. Es fährt auf: feinste Zartbitterschokolade, Kakao, Puderzucker, winterliche Gewürze (z.B. Ingwer, Nelken und Piment), ein Hauch getrockneter Chilli UND luxeriöses essbares Blattgold - für einen besonders dekadenten Adventsnachmittag. Zum Rezept...
  • Mandel-Spekulatius - Eine Premiere für mich: das erste Mal in meinem Leben habe ich Spekulatius selber gemacht. Wie ich finde, ist er recht gut gelungen. Dem obersten habe ich mal ganz untraditionell mein kleines ♥-Stück - die Tassenkuchen-Bäckerei - aufgestempelt. Zum Rezept...
  • Marmor-Spekulatius-Muffin - Ein kleines Küchlein, das besonders gut zur heißen Weihnachtsschokolade DELUXE passt. Ein Marmor-Teig, dessen heller Teil mit Spekulatius-Stückchen angereichert ist, wird mit Aprikosenmarmelade eingestrichen und mit Spekulatius-Pulver bestreut. Himmlisch... Zum Rezept...
  • Pfefferminz-Baiser-Küßchen - Hier habe ich mich von den amerikanischen Zuckerstangen inspirieren lassen. Zuckersüß gehört ja irgendwie auch zu Weihnachten und Pfefferminze passt wie ich finde super dazu. Birgit erhielt Minz-Meringue-Küßchen mit weichem Inneren, die mithilfe einer Mischung aus Zartbitter- und Vollmilschschokolade zukrümelte Bonbons an ihrer Unterseite kleben haben. Zum Rezept...
  • Rentier-Nasen - Das sind Weihnachtspralinen nach ganz eigenem Rezept, mit Spekulatius, Zwieback, Likör, allerlei Gewürzen und leckerer Schokoladenhülle. Eine Rentier-Nase ist rot, dreimal dürft ihr raten, wem die wohl gehört ;-) Zum Rezept...
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REZEPT
  • Adventslikör: LandIdee Ausgabe Dezember & Januar 2013 | Nr. 1 - Extra-Heft: Geschenke aus der Küche

Material

Zutaten
(genügen für ca. 750 ml Likör)
  • 400 ml Schlagsahne
  • 1 EL Zimt
  • 1/2 TL Nelkenpulver
  • 1 Msp. gemahlener Piment
  • 1 Msp. gemahlener Kardamom
  • 1 Msp. gemahlender Koriander
  • 1 Msp. gemahlender Ingwer
  • 150 g Zartbitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil)
  • 300 ml Wodka (ich habe 150 ml Wodka und 150 ml braunen Rum verwendet)

Zubereitung
Die Schlagsahne in einem Topf mit schwerem Boden erhitzen. Sobald sie kocht, die Gewürze und die Schokolade in die Sahne geben und den Topf von der Platte ziehen. Rühren, bis sich die Schokolade mit der Sahne verbunden hat. Dann mit dem Schnaps mischen und in die vorbereiteten Flaschen füllen. Der Likör sollte einen Tag durchziehen, bevor man ihn genießen kann. Fertig!


Wer es intensiver möchte, kann bei den Gewürzen ruhig die Mengen anpassen. Ich habe z.B. etwas mehr Ingwer genommen. Bei mir ist der Likör am Flaschenhals über Nacht fest geworden. Ich habe die Flasche dann in ein warmes Wasserbad gestellt und mit einem Spieß die obere Schicht durchbrochen. Dann gut geschüttelt und alles war wieder verbunden. Danach ist er (selbst im Kühlschrank) nicht nochmal fest geworden.
Der Likör schmeckt pur oder aber garniert auf Eis oder Kuchen.


REZEPT

MATERIAL

ZUTATEN
(genügen für 8 Portionen Trinkschokolade) 
  • 225 g Zartbitterschokolade
  • 60 g Puderzucker
  • 30 g Backkakao
  • 1 Prise Salz (ich habe Schokoladensalz verwendet)
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Msp. gemahlene Nelken
  • 1 Msp. gemahlener Piment
  • getrocknete Chiliflocken aus der Mühle
  • 16 Marshmallows
  • 8 Zimtstangen+
  • Essbares Blattgold (ist gar nicht so teuer, wenn  man die kleinen Heftchen bestellt - bei ebay wurde ich fündig)

ZUBEREITUNG
Die Schokolade in einem Wasserbad schmelzen. Puderzucker, Kakao und Gewürze (bis auf die Chiliflocken) mischen. Die Würzmischung zur geschmolzenen Schokolade geben und verrühren. Die Masse wird ziemlich zäh - weiterrühren, bis sich die Pülverchen in der Schokolade aufgelöst haben. Diese nun auf Förmchen verteilen, in den die Schokolade aushärten soll - das kann eine Eiswürfel-, Pralinen- oder Mini-Muffin-Form sein. Nur zu klein sollte sie nicht sein. Die Förmchen können vorher etwas eingefettet werden, dann lässt sich die Schokolade später besser lösen. In die Förmchen einen Holzspatel und eine Zimtstange stecken. Auf die Oberfläche nun ein paar getrocknete Chiliflocken mahlen und etwas Balttgold verteilen. Dann ab in den Kühlschrank und fest werden lassen. Fertig!


Die Marshmallosternchen sind ganz einfach und schnell gemacht. Dafür einfach einen Marshmallow mit einem Teigroller platt rollen und mit dem gewünschten Ausstecher ans Werk gehen. Die Kordel zum Anhängen an den Stiel bekommt ihr am besten durch den Masrhmallow, indem ihr sie mit einer Näh- oder Stopfnadel durchzieht. 
Will man die Trinkschokolade verschenken, sollte man sie noch in ein Zellophantütchen stecken. Die Schokolade zum Verzehr in eine Tasse stellen und mit ca. 200-250 ml heißer Milch (je nachdem, wie groß eure Form war) übergießen. Zusammen mit der Zimtstange und den Marshmallows genießen. Das Blattgold tut sein Übriges! :-)


REZEPT
  • (adaptiert) Spekulatius: Land Edition/meine gute Landküche - Ländliches Backen im Advent

MATERIAL

ZUTATEN
(genügen für etwa 25 Stück - in der Silikonformen mit je 6 Modeln gebacken)
  • 250 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 50 g gemahlende Mandeln
  • 100 g weiche Butter
  • 100 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 4-5 TL Spekulatiusgewürz
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 50 g gehobelte Mandeln

ZUBEREITUNG
Butter, Zucker, Vanillezucker und Gewürze schaumig schlagen. Das Ei unterrühren. Mehl, Backpulver und gemahlene Mandeln mischen und zur feuchten Masse geben. Zu einem glatten Teig verrabeiten. Diesen dann in Frischhaltefolie packen und ca. 1 Stunde im Kühlschrank lagern. 
Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig in die Silikonformen streichen und mit den gehobelten Mandeln bestreuen. Die Mandeln leicht andrücken. 
Sollten man keine Spekukatius-Formen haben, kann man den Teig auch auf einer bemehlten unterlagen ca. 0,5 cm dick ausrollen und Rechtecke herausschneiden. Sie schmecken auch ohne Bildchen :-)
Der Spekulatius sollte nun im Ofen ca. 11 Minuten backen. Anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Fertig!

 
Er hält sich in einer Keksdose mehrere Wochen. Will man ihn verschenken, kann man ihn - wenn nicht in einer Keksdose - in Back- oder Butterbrotpapier einschlagen und mit einer Schleife verzieren. Zum Aufstempeln des Texts (siehe Bild links) habe ich Keksstempel von Tchibo verwendet.



REZEPT
  • (adaptiert) Mini-Spekulatius-Marmor-Gugelhupf: Land Edition/meine gute Landküche - Ländliches Backen im Advent

MATERIAL

ZUTATEN
(wieviele Muffins dabei herauskommen, kann ich nur schwer sagen, weil ich eigentlich den ganzen Kuchen verschenken wollte, der aber zuviel war und ich übrigen Teig in die Muffinförmchen gefüllt habe, um dann am Ende diesen zu verschenken - ich schätze !!!, dass etwa 10 Muffins bei rum kommen)
  • 125 g weiche Butter
  • 100 g + 20 g + 30 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 200 g Mehl
  • 50 g Speisestärke
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 70-100 ml Milch
  • 150 g Gewürz-Spekulatius
  • 20 g Kakao
  • Aprikosenkonfitüre

ZUBEREITUNG
Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen. 60 g Spekulatius in kleine Stücke brechen und beiseite stellen. Butter und 100 g Zucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren. Vanilleextrakt untermischen. Mehl, Stärke, Backpulver und Zimt sieben und mischen. Abwechselnd mit der Milch unter die nassen Zutaten rühren.
Den Teig in 2 Hälften teilen. Unter die eine Hälfte die Spekulatiusstückchen heben. Zur anderen Hälfte den Kakao und 20 g Zucker geben und galttrühren. Wird der Teig zu derb, noch etwas Milch unterrühren. Nun den Teig auf die Förmchen (oder die Form, falls man nur EINEN Kuchen backen will) abwechselnd löffelweise verteilen und mit einem Zahstocher noch ein bißchen durchrühren. Dann ab in den Ofen. Die Muffins sind nach ca. 20 Minuten fertig (Stäbchenprobe!), solltet ihr einen Kuchen backen wollen, verlängert sich die Backzeit auf ca. 40 Minuten (Stäbchenprobe!). Während der Kuchen backt, wird der restliche Spekulatius im Mixer fein gemahlen und mit 30 g Zucker gemischt.
Wenn der Kuchen fertig ist, wird er noch warm mit Aprikosenkonfitüre eingestrichen und mit dem Spekulatiuspulver bestreut. Fertig!


Wer mag, kann in den dunklen Teig noch Rum geben (Idee von Birgit nach dem Kosten). Ich würde das nächste Mal den hellen Teig noch mit mehr Spekulatiusgewürz anreichern. Und nach dem Einstreichen mit Konfitüre den Kuchen mit Schoko-Glasur überziehen und dann erst das Spekulatiuspulver darüberstreuen. Das ist sicher der Knaller!



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MATERIAL


ZUTATEN
(genügen für ca. 20 Stück)
  • 2 Eiweiß (zimmerwarm)
  • Prise Salz
  • 1/4 TL Apfelessig
  • 2 Tropfen Pfefferminzöl-Extrakt (bei Pfefferminz-Öl ca. 4 Tropfen)
  • 75 g Puderzucker (gesiebt)
  • 50 g Milchschokolade
  • 50 g Zartbitterschokolade
  •  ca. 20 bunte Swirl-Bonbons (oder Zuckerstangen - dann entsprechend weniger)


ZUBEREITUNG
Den Ofen auf 150°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backbleck mit Backpapier auslegen.
Die Eiweiß mit Salz, Apfelessig und Pfefferminzöl-Extrakt schlagen, bis sie Spitzen ziehen. Dann auf hoher Sttufe weiterschlagen und nach und nach den Puderzucker einrieseln lassen. So lange schlagen, bis die Spitzen stehen bleiben. Die Meringue-Masse in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen und Küßchen mit einer Größe von etwa 4 cm aufspritzen. Dabei darauf achten, dass zwischen den Häufchen genügend Platz bleibt. Das Backblech in den Ofen schieben und dort etwa 10 Minuten backen. Dann bei geschlossener Ofentür noch 1 Stunde komplett auskühlen lassen.
Die beiden Schokoladen in Stücke brechen und im Wasserbad zusammen schmelzen und verrühren. Die Bonbons in einen Gefrierbeutel füllen und mit einem Fleischklopfer so lange bearbeiten, bis sie in kleine Stückchen zerbrochen sind. Die Baisers mit der Unterseite in die Schokolade tunken und mit den Bonbon-Krümeln bestreuen. Zum Trocknen in den Kühlschrank stellen. Fertig!


Wenn die Küßchen längere Zeit bei Zimmertemperatur offen liegen, fangen sie ein wenig an zu kleben - wegen der Bonbons. Sie sollten also relativ schnell vernascht werden. Sie sind im Inneren nicht hart, wie man es von den Bäcker-Baisers kennt, sondern weich.






REZEPT
  • original Tassenkuchen-Bäckerei

MATERIAL

ZUTATEN
(genügen für ca. 20 -25 Nasen)
  • 150 g Spekulatius
  • 100 g Zwieback
  • 100 g Zucker
  • 3 EL Vanillezucker
  • 1 Päckchen Dr. Oetker Weihnachtsgewürz
  • 1 EL Backkakao
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/3 TL Ingwer
  •  Prise Salz
  • ein paar getrocknete Ciliflocken aus der Mühle
  • 100 ml Milch
  • 50 g Butter
  • 40 ml Sahnelikör oder Eierlikör (ich habe Adventslikör genommen)
  • Mark einer Vanilleschote
  • 3 Tropfen Rum-Aroma
  • 150 g Zartbitterkuvertüre
  • Schokoraspeln (Zartbitter und Vollmilch)
  • eine Hand voll roter Candy Melts

ZUBEREITUNG
Spekulatius und Zwieback im Mixer sehr fein mahlen. Gewürze hinzufügen und vermischen. Die Butter zusammen mit der Milch, dem Zucker und dem Vanillezucker in einen Topf geben und erhitzen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker aufgelöst ist. Etwas abkühlen lassen und dann zu dem Keks-Gewürz-Pulver geben. Den Likör, das Vanillemark und das Rum-Aroma hinzufüge. Nun alles mit den Händen verkneten. aus der Masse Kugeln mit ca. 3 cm Durchmesser formen.
Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Dann die Kugeld mit der Kuvertüre überziehen und mit den Raspeln rundum bestreuen. Zum Trocknen auf Backpapier legen.
Ungefähr 3 -5 Kugeln übrig lassen, diese werden mit roter Glasur überzogen - denn die gehören Rudolph ;-)
Dafür die Candy Melts nach Packungsanleitung schmelzen und die Kugel damit überziehen. ebenfalls auf Backpapier trocknen lassen. Sind alle Kugeln fertig überzogen, können sie im Kühlschrank richtig schön knackig werden. Fertig!


Diese Rentier-Nasen waren nicht nur mein Liebling, sondern auch Birgits. Sie sind richtig schön weihnachtlich und schmecken ganz saftig. Setzt man sie auf ein Lolli-Stäbchen, hat man auch schöne Cake Pops. Als Gag verpackt in einer durchsichtigen Verpackung finde ich es allerdings noch ein bißchen netter.

Es grüßt lieb: Mella